Ausstellungen

Kerstin Kramer: Wolkenkuckucksheim

11. September 2014 – 23. Januar 2015

Workshop-Angebot Acrylmalerei mit Kerstin Kramer:
„Bewegung in der Malerei“

Das Bild zeigt Kerstin Kramer malend vor einer Staffelei stehend.Kerstin Kramer

Wolkenkuckucksheim ist eine Zusammenstellung gemalter Bilder nicht-realer Welten, die eine neue Sicht auf die Dinge ermöglichen können. Gesehene Gewohnheiten aufzubrechen und Situationen aus ungewohnten Blickwinkeln zu beurteilen, ist das Anliegen, das ich transportieren möchte. Mein Ausdruck dafür ist die Malerei.

Kerstin Kramer
Wiederkehr I, 2013
Acryl auf Leinwand
100 x 100 cm

Die Darstellung des Menschen spielt häufig eine Rolle, alles dreht sich um unser Befinden, unser Verhalten und die Kommunikation miteinander. Unsere eigenen, im Kopf gespeicherten Bilder werden im Alltag von anderen, neuen und wichtigeren Gedanken überlagert.

Die Durchmischung dieser Bilder auf der Leinwand wird durch das Einfügen von Collagen oder durch die Vergabe von Titeln, die neue Assoziationen herausfordern, unterstrichen. Schön wäre es, wenn der Betrachter ein eigenes Bild entdecken kann, eine Interpretation des Gesehenen in seiner eigenen Gedankenwelt möglich ist.

Die Motiv- und Themensuche zu meinen Bildern beginnt häufig im Alltag. Dinge, die uns umgeben, für sich genommen und in einen neuen unerwarteten Kontext gestellt, üben ihren eigenen Reiz auf mich aus. Oft sind die Motive auf den ersten Blick bekannt. Die Irritation und später die Faszination jedoch gehen von der Durchmischung und Neuordnung, sowie Ergänzung durch hinzugefügte Bildelemente aus. Das Resultat allerdings ist, dass die Bildaussage häufig auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, oder rätselhaft bleibt.

Kerstin Kramer
Tauchstation, 2014
Acryl auf Leinwand
60 x 60 cm

Gemalt werden diese Bilder am Anfang schnell, intuitiv, mit expressiver Pinselführung. Das Motiv dient nur in der Anfangsphase als Vorlage. Bald entwickelt sich eine Eigendynamik in Komposition, Farbwahl und Strichführung. In weiteren Bearbeitungsphasen werden dann Bildelemente überprüft, verändert, hinzugefügt oder geklebt, wieder abgewaschen oder vollflächig übermalt, weil keine Lösung möglich scheint. Es gibt Rückschritte, neue Möglichkeiten tun sich auf.

Das Motiv verändert sich im Entstehungsprozess. Der Farbauftrag ist häufig lasierend, Schichten überdecken sich, lassen jedoch noch Transparenzen zu. Auch eingeklebte Elemente werden übermalt und fügen sich dadurch in das Gesamtbild ein. Der gemalte Strich ist ebenfalls ein häufig verwendetes Bildmittel.

Die Zeichnung steht im Gegensatz zu den verwaschenen und flächigen Bildelementen und wird meist als letzte Bildebene im Vordergrund eingesetzt.

Text: Kerstin Kramer

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen

2014
„Wolkenkuckucksheim“, VHS Oldenburg
2012
„Räume“, Hospiz St. Peter, Oldenburg
2011
„Wein, Weib u. Gesang“, Weingut Heilbronn
„Fürs Auge unsichtbar“, Kreishaus Cloppenburg
2010
Medisch Centrum Twellow, NL
2007
„Paarweise”, WISOAK, Bad Zwischenahn
2006
„Nachtschattengewächse“, JVA – Vechta

Ausstellungsbeteiligungen

2014
Bremer Kunstfrühling
„Unterwegs“, Leda-Werke, Leer
„Spielraum“, Projekt BBK Oldenburg
„Bildstörung“, Kunstkreis Friesoythe
2013
„Unterwegs“, Galerie Heuerhaus Dötlingen
Kunstverein Norden
Hünenburg Achim/Bremen
„Zwischenraum“, BBK Oldenburg Projekt
2012
„Vollblutarbeiten/ Glutrot“, Kunstkreis Friesoythe
„Kaffeepause“, Galerie Kunstnesse, Leer
Kulturkirche Annerveenschekanaal, NL
„Geschichten“, BBK Galerie Oldenburg
2011
Rathaus Herzlake
2010
Skulpturenpfad Ahmsen
2009
Galerie Lindern