Ausstellungen

Renate Ruck: Im Fokus

13. September 2018 – 10. Januar 2019, 2. Etage

Das Werk „Linien“ hängt an vor einem blau-grauen Hintergrund an Fäden im Bild und besteht aus Metalfäden, die nebeneinanderliegend zwei abgerundete Dreiecke bilden, die versetzt im Bild zu sehen sind.
Renate Ruck: Linien (2011), Eisen ▪ Bild: Renate Ruck
Renate Ruck: Moving 4 (2016), Schweißspuren und Acryl auf Leinwand ▪ Bild: Renate Ruck
Renate Ruck: Natur pur (2016), Fotografie ▪ Bild: Renate Ruck
Due Künstlerin Renate Ruck schaut in die Kamera während sie mit einem Werkzeug eine Form aus einem Blech herausbrennt.
Renate Ruck ▪ Bild: privat

Metallobjekte

Seit 1997 arbeitet Renate Ruck als bildende Künstlerin mit Metall, seit 2005 in eigener Werkhalle. Hier gestaltet sie ihre Objekte mit Plasmaschneider, Schweißgerät, Flex und am Schmiedefeuer. Auf Schrottplätzen entdeckt die Künstlerin Fundstücke, die Assoziationen für künftige Arbeiten in ihr erwecken. Aus ihrer ursprünglichen Funktion gerissen, werden sie von ihr in einen neuen, originären Kontext gesetzt. So entstehen ihre Metallballaden, wobei sich immer wieder stilisierte Figurationen einschleichen. Gegensätze prägen ihre Arbeitsweise: Rundes und Eckiges, Leichtes und Schweres, Windobjekte, zart, beweglich, schwebend und wieder andere mit massiver Bodenhaftung. Renate Ruck verarbeitet überwiegend Eisen. Farbige Beschichtungen, Stein, Holz, Glas bilden zusätzliche Akzente. Die Oberflächen der Werke, ihre Struktur und Farbe verändern sich im Laufe der Zeit, je nach Standort, unterschiedlich schnell. Rostpatina entsteht. Dieses Zeichen der Zeit ist ein wesentliches Merkmal der Objekte und von der Künstlerin ausdrücklich gewollt.

Geschweißte Bilder

2012 entwickelte Renate Ruck eine Technik, das Schweißgerät auch auf Leinwand einzusetzen. Kombiniert mit Acrylfarben entstehen dabei ungewöhnliche grafische Strukturen und malerische Elemente, also brandneue Metallballaden. Die Entstehung eines Bildes mit Farbe und dem nachfolgenden Einsatz des Schweißgeräts ist für die Künstlerin wie der Beginn einer Reise, deren Ziel noch nicht eindeutig festgelegt werden kann.

Fotografie

Seit 2009 arbeitet Renate Ruck künstlerisch mit der Digitalkamera. Auf diese Weise entstehen eigenwillige Farbigkeiten und reliefartige Strukturen aus dem Makroblickwinkel. Details in der Natur und ihrer eigenen Metallobjekte bilden die Motive. Durch Gewichtung von Schärfe und Unschärfe erzielt sie graduelle Verfremdungen, die symbolisch aufgeladen erscheinen. Die Fotoarbeiten erscheinen in 10er Auflagen und sind auf Alu Dibond (für außen geeignet) oder als Leinwanddruck erhältlich.

Zur Künstlerin

Objekte im öffentlichen Raum

Aurich, Bornhagen/Witzenhausen, Friesoythe, Middels b. Aurich, Oldenburg, Soltau (2), Wardenburg (2), Schladen

Auszeichnungen

2008
Kunstpreis des Norddeutschen Kunstvereins „Der Bogen“, Rotenburg
2010
Landeskunstpreis des BBK

Einzel-/Gruppenausstellungen

in Deutschland, den Niederlanden, Israel und Großbritannien

Projekte (Auswahl)

2015
Objekt für die niedersächsische Domäne Schladen
2014
Pressereferentin für Öffentlichkeitsarbeit Offene ARTEliers
2012
Objekt „Ein Ende ist auch immer ein Anfang“ für „Kunst an der Grenze“ Hessen, internat. Ausschreibung der ARS NATURA Stiftung
2011
Objekt „Scheuerpfahl Picasso“ für den Ostfrieslandwanderweg
Objekt „Den Gedanken Flügel geben“ für den Parkfriedhof Oldenburg
2010
Objekt „Julianen-Tor“ für die Landeskunstausstellung des BBK und Übergabe an die Stadt Aurich, Kunstpreis
2009
Objekt „Wardenburger Begegnungen“

Filmdokumentationen (Auswahl)

2017
„Friedhof heute“, Oeins TV
2013
Ausstellung „Unterwegs“, Oldenburg, Oeins TV
2011
„Den Gedanken Flügel geben“, Oeins TV
2011
Projekt „Scheuerpfähle“, Ostfriesland, NDR 1 TV, Oeins TV
2010
Landeskunstausstellung Aurich, Oeins TV
2008
Metallballaden, Oeins TV

In Kooperation mit der BBK Bezirksgruppe Oldenburg im Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler für Niedersachsen e. V.

Diese Ausstellung wird gefördert durch den Freundeskreis Bildender Künstlerinnen und Künstler in Oldenburg e. V.