Mensch und Gesellschaft

vhs.wissen live

vhs.wissen live ▪ Bild: VHS Erding/ VHS SüdOst
Bild: fizkes/Shutterstock.com

Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen im Chat diskutieren - das bietet vhs.wissen live!

Die Vorträge finden u. a. in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung, Goethe-Institut und vielen Hochschulen statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie von uns den Zugangslink am Tag vor dem Livestream.

Voraussetzungen: PC, Laptop oder Tablet mit guter Internetanbindung, Audio- und Videokanal plus aktuellem Internet-Browser, Software Zoom. Steht dies nicht zur Verfügung, können Sie auch über Ihr Smartphone teilnehmen.

Die Übertragung läuft über die Videokonferenzsoftware „Zoom“. Bitte beachten Sie hierzu unsere Datenschutzerklärung.

Die Idee und das Konzept für „vhs.wissen live“ stammen von den Volkshochschulen Landkreis Erding und SüdOst im Landkreis München.

Neu im Programm!

König Friedrich Wilhelm I. und der preußische Mythos
Grausamkeit, Gottesfurcht und Verzweiflung

Kursnummer 21AO 11032

vhs.wissen live ▪ Bild: VHS Erding/ VHS SüdOst

Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der „Soldatenkönig“ (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als „Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum“. Im Vortrag möchte ich zwei Fragen nachgehen: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist

Prof. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Übertragung läuft über die Videokonferenzsoftware „Zoom“. Bitte beachten Sie hierzu unsere Datenschutzerklärung: Datenschutzerklärung

Ihre Fragen sind im Chat möglich.

Den Zugangslink schicken wir Ihnen einige Tage vorher zu.

Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger

Plätze frei.

1-mal (2 Unterrichtsstunden)
Mittwoch, 21.04.2021, 19:30 Uhr

Livestream – vhs.wissen

Gebührenfrei

Anmeldeschluss:

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Neonazis und Antisemitismus: Wie groß ist die Gefahr von rechts?

Kursnummer 21AO 11033

vhs.wissen live ▪ Bild: VHS Erding/ VHS SüdOst

In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung

Neonazis und Antisemitismus: Wie groß ist die Gefahr von rechts?

Beleidigungen von und Attacken auf jüdische Mitbürger, rechtsextreme Netzwerke bei der Polizei, und eine Partei im Bundestag, die in großen Teilen nicht mehr demokratisch, sondern längst selbst rechtsextrem ist. Die Gefahr von Rechtsaußen für Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaat ist von großen Teilen der Gesellschaft bis hin zu führenden Politikern lange nicht ernst genug genommen, sondern verharmlost worden. Alexandra Förderl-Schmid und Annette Ramelsberger sprechen darüber, was Deutschland, seine Justiz und vor allem seine Sicherheitsbehörden tun müssen, um rechte Extremisten konsequent zu verfolgen, auch in den eigenen Reihen.

Alexandra Föderl-Schmid ist seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Annette Ramelsberger ist Ressortleiterin und Gerichtsreporterin der SZ. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. über ihre Beiträge zum NSU-Prozess.

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Ihre Fragen sind im Chat möglich.

Den Zugangslink schicken wir Ihnen einige Tage vorher zu.

Am Tag der Veranstaltung sind Anmeldungen nur telefonisch möglich!

Alexandra Föderl-Schmid, Annette Ramelsberger

Plätze frei.

1-mal (2 Unterrichtsstunden)
Dienstag, 27.04.2021, 19:30 Uhr

Livestream – vhs.wissen

Gebührenfrei

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Neu im Programm!

Der israelisch-palästinensische Konflikt
Anspruch auf heiligen Boden

Kursnummer 21AO 11034

vhs.wissen live ▪ Bild: VHS Erding/ VHS SüdOst

Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden – anders als in byzantinischer Zeit – erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelbergplateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheenareal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Dr. Joseph Croitoru ist ein deutscher Historiker, freier Journalist und Autor. Journalistisch lange tätig für FAZ und NZZ, nun u.a. für SZ und taz.

Im Januar 2021 erscheint bei C.H. Beck das Buch „Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten“ erschienen.

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Ihre Fragen sind im Chat möglich.

Den Zugangslink schicken wir Ihnen einige Tage vorher zu.

Am Tag der Veranstaltung sind Anmeldungen nur telefonisch möglich!

Dr. Joseph Croitoru

Plätze frei.

1-mal (2 Unterrichtsstunden)
Mittwoch, 28.04.2021, 19:30 Uhr

Livestream – vhs.wissen

Gebührenfrei

Anmeldeschluss:

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Neu im Programm!

Afrikas Kampf um die Kunst
Veranstaltungssprache ist Französisch

Kursnummer 21AO 11035

vhs.wissen live ▪ Bild: VHS Erding/ VHS SüdOst

In Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris und der Heinrich Böll Stiftung Paris.

Das Gespräch findet auf Französisch statt.

Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute.

Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst. 2021 erscheint bei C.H. Beck ihr neues Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage“.

Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. So behandelt er in dem von Bénédicte Savoy ins Deutsche übersetzten Buch „Mona Lisa in Bangoulap: Die Fabel vom Weltmuseum“ (Matthes & Seitz 2016) ebenso spielerisch wie geistreich die Widersprüche der Museumsarbeit in der postkolonialen Weltgesellschaft.

Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und Arno Bertina wird moderiert von Michaela Wiegel, politische Korrespondentin der FAZ für Frankreich.

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Prof. Dr. Bénédicte Savoy

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1-mal (2 Unterrichtsstunden)
Mittwoch, 28.04.2021, 19:30 Uhr

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Gebührenfrei

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Neu im Programm!

Prof. Michael Brenner im Gespräch mit Navid Kermani

Kursnummer 21AO 11036

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Navid Kermani, ist freier Schriftsteller und habilitierter Orientalist. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Für sein akademisches und literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutsche Buchhandels und zuletzt mit der Buber-Rosenzweig-Medaille.

Michael Brenner ist Professor für jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München. Er ist ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

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Navid Kermani, Prof. Dr. Michael Brenner

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Donnerstag, 27.05.2021, 19:30 Uhr

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Neu im Programm!

Regieren in unsicheren Zeiten: Was kommt nach Merkel?

Kursnummer 21AO 11037

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In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung

Nach 16 Jahren Kanzlerschaft geht Angela Merkel im Sommer 2021, mitten in national wie international schwierigen Zeiten. Gerade jetzt, zum ersten Mal seit 1949, können die Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Bundestagswahl nicht über einen Amtsinhaber urteilen. Und erstmals könnte es auf Bundesebene eine Koalition aus Union und Grünen geben, verbunden mit der Frage: Wie lange würde das halten? Wer auch immer auf Merkel folgt, muss eine Regierung zustande bringen, die vor größten Herausforderungen steht. Die Pandemie und deren soziale und wirtschaftliche Folgen werden Deutschland und die Welt noch lange beschäftigen; eine gesellschaftliche Spaltung muss verhindert werden; und der Klimawandel erfordert nicht nur einen Umbau der Wirtschaft, sondern fordert alle heraus.

Constanze von Bullion und Nico Fried. Beide arbeiten in der Parlamentsredaktion der SZ.

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Constanze von Bullion, Nico Fried

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1-mal (2 Unterrichtsstunden)
Dienstag, 25.05.2021, 19:30 Uhr

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Was bleibt von Karl Marx?

Kursnummer 21AO 11038

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Dietmar Dath (FAZ) und Prof. Kurt Bayertz (Münster) diskutieren seine Philosophie und Gesellschaftstheorie

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde auch das Werk von Karl Marx aus der engen Schablone des „Marxismus-Leninismus“ gelöst und steht seitdem wieder offener zur Diskussion. Allerdings gelangt diese meist nur zu ökonomischen Krisenzeiten oder zu Jubiläen in die breitere Öffentlichkeit. In dem Gespräch zwischen den Kurt Bayertz und Dietmar Dath soll unabhängig von derart äußerlichen Anlässen die Philosophie und Gesellschaftstheorie von Karl Marx Gegenstand sein. Lässt sich mit seiner kritischen Theorie der kapitalistischen Produktionsweise auch die Wirtschaft im 21. Jahrhundert noch treffend beschreiben?

Dietmar Dath ist Redakteur im Feuilleton der FAZ und Schriftsteller. 2018 erschien von ihm bei Reclam: Karl Marx 100 Seiten. Kurt Bayertz ist emeritierter Professor für Praktische Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von ihm erschien bei C.H. Beck: Interpretieren, um zu verändern: Karl Marx und seine Philosophie

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Prof. Dr. Kurt Bayertz

Plätze frei.

1-mal (2 Unterrichtsstunden)
Freitag, 18.06.2021, 19:30 Uhr

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